Muss ich Angst vor Wein haben?

Tja, ganz ehrlich? Wissen tue ich es nicht, aber vielleicht will ich es auch nicht wissen. Der niederländische Gesundheitsrat gibt zu bedenken, dass man eigentlich überhaupt keinen Wein trinken sollte. Zum Glück sind die Behörden im Ausland da nach wie vor anderer Meinung, die 1 bis 3 Gläser pro Tag durchaus akzeptabelfinden.

Wie dem auch sein mag… ich gehe immer noch davon aus, dass Wein dazu hergestellt wird, um ihn zu genießen. Bei mir bewirkten die im Wein enthaltenen Sulfite allerdings, dass der Genuss in den letzten Jahren tatsächlich etwas weniger geworden ist. Mit Sulfree habe ich eine Lösung dafür gefunden. (Red: 1 Tropfen entfernt freie Sulfite aus dem Wein). Aber heute möchte ich beschreiben, wie sich Sulfite auf den Körper auswirken.

Achtung! Gefahr!

Zumindest steht diese Warnung auf dem Buch “Additives alimentaires” der verstorbenen französischen Schriftstellerin Corinne Gouget. Dieses Buch lässt bei fast allen Sulfiten die Alarmglocken schrillen. Laut dieser Veröffentlichung bergen diese E-Nummern (E220-228) nämlich unterschiedliche Gesundheitsrisiken(die wir aufgrund der europäischen Gesetzgebung an dieser Stelle nicht ausdrücklich erwähnen dürfen).
Ihre drohende Aufzählung beendet die Autorin mit dem Hinweis “wirklich vermeiden”.

Wo liegt die Wahrheit…?

Als Sulfit-empfindlicher Mensch kann ich diesem Buch nur zustimmen. Aber. Und. Natürlich wurden diese Zusätze von Wissenschaftlern getestet. In Maßen sollten sie also kein Gesundheitsrisiko darstellen. Es sei denn, man ist überempfindlich. Dann kann es zu verschiedenen Beschwerden kommen.

Aber was bewirken Sulfite denn nun in meinem Körper?

Wenn man Sulfite konsumiert, wandelt die Leber diese in Sulfate um. Bei Menschen mit einer Sulfite-Unverträglichkeit oder Empfindlichkeit geschieht diese Umsetzung entweder nicht korrekt oder zu langsam. Grund dafür kann beispielsweise ein Mangel an Molybdän sein. (Quelle)

Das “Hilfsmittel selbst in Not

Wenn Sulfite in deine Leber gelangen, blockieren diese die Wirkung des dort vorhandenen Glutathions. Glutathion hilft der Leber u.a. beim Abbau von Alkohol. Außerdem hemmen Sulfite die Aufnahme von Vitamin B durch den Magen. Alkoholiker leiden infolgedessen häufig an einem Vitamin B1 (Thiamin)-Mangel, was das Wernicke-Korsakoff-Syndrom hervorrufen kann. (Quelle: http://www.korsakovkenniscentrum.nl/syndroom-van-korsakov)

Der Asthma-Effekt

Menschen mit Asthma haben übrigens eine niedrigere Sulfit-Schwelle als diejenigen ohne Asthma (Sheppard et al., 1980). Das bedeutet, dass Asthmapatienten, die sich genauso ernähren wie andere Menschen, häufiger unter den zugesetzten Sulfiten leiden.

Alles in allem also ein Zusatz, der sowohl Vorteile für die Weinkonservierung (denn ein frischfruchtiger Wein ist wirklich lecker!) als auch Nachteile in Bezug auf die körperlichen Auswirkungen hat.

Wenn du ab sofort lieber Wein ohne Sulfite trinken möchtest, dann erfährst du auf unserer Website sulfree.org, wie du jeden beliebigen Wein Sulfitfrei machen kannst (praktisch, wenn du neben jemand anderem auf der Couch sitzt). Oder teste mithilfe unserer Checkliste, ob du unter den Sulfiten im Wein leidest.